Agaporniden

Nordeifel 

 

Das Insektenhotel und seine Bewohner

 

Bezogenes Insektenhotel neben einem Ribes

Wer Insekten wie Wildbienen, Schwebfliegen, Marienkäfer, Ohrwürmer, Hummeln und Käfer in seinem Garten ansiedeln möchte sollte einiges beachten denn viele Insektenhotels aus dem Handel sind völlig ungeeignet und man wundert sich das niemand einzieht.

 

 

Bohrlöcher wurden bezogen und mit Lehm verschlossen
Insektenhotel in der Kölner Flora. Hier wurden das Dach direkt mit Nahrungspflanzen bepflanzt.

 

 

 

 

Ich verwende Naturmaterialien wie Harthölzer Buche, Eiche, Esche denn in rissige Bohrlöcher von Weichhölzern ziehen keine Insekten ein. 

 Es sollten keine Bohrlöcher ins Stirnholz sondern immer nur ins Längsholz bohren und nach der Bohrung wird die Oberfläche blank geschliffen damit die Verletzungsgefahr ausgeschlossen wird, kein Insekt bezieht Splitterholz wo die Brut sich beim Schlupf an Splittern verletzt und auch für das geflügelte Insekt besteht eine Verletzungsgefahr wenn es rückwärts in das Brutloch krabbelt um den Pollen abzulegen verletzt es seine Flügel an den Splittern.

 

Schilfhalme eignen sich besonders gut  zur Herstellung von Insektenhotels und sie sind leicht zu bearbeiten.

Zur Verwendung eignen sich:

Schilf (Phragmites)

Rohrkolben (Typha)

Chinaschilf (Miscanthus)

Pampasgras (Cortedaria)

Bambus (Fargesia u. Bambus)

 

Man muss nur darauf achten das die Schnittfläche nicht ausfranst und das Mark wird mit einem starken Draht oder Bohrer entfernt.

Die so vorbereiteten Halme werden dann entweder in Lochziegel gesteckt oder in Holzkisten, Dosen oder Zwischenräume geschichtet.

Frei hängende Insektenhotels sind unbrauchbar denn kein Insekt setzt seine Brut in Hölzern ab die im Wind trudeln.

Damit diese Nisthilfen für Insekten auch bezogen werden sollte man kontrollieren ob im Garten auch genügend Sand und Lehm zur Verfügung steht sonst einfach kleine Schalen mit Sand und Lehm bereitstellen.

 

 

Platzierung im Garten

Ein Insektenhotel wird am besten an einem vollsonnigen Standort platziert aber die Einfluglöcher sollten sich der Wetterseite abgewandt, wind und regengeschützt befinden.

Platzierung in direkter Nähe zu Nahrungspflanzen

Ein vollsonniger Standort verhindert Pilzbefall und Fäulnis im Insektenhotel.  

Blühplanzen und das Angebot an Wasser entscheiden darüber ob sich Insekten ansiedeln.

Insektennahrung

Das wichtigste ist das bereitstellen von Nahrungspflanzen und reichlich Wasser für Insekten denn ohne diese wird man keine Bienen, Hummeln und andere Nützlinge ansiedeln.

 

 

 

 

Nahrungspflanzen Januar-März

Viele Winterblüher dienen Insekten als erste Nahrungsquelle.

Hamamelis intermedia 'Ruby Glow', (Zaubernuss)

Hamamelis

Sie steht am liebsten sonnig und bevorzugt einen humosen feuchten Standort.

Christrose (Helleborus niger)
Christrose (Helleborus Hybride Rubra)

 

 

Helleborus

Sie bevorzugt einen ungestörten Platz im Garten da ihr Wurzelwerk als Flachwurzler nicht gerne durch aufharken gestört wird. Die Erde sollte ein durchlässig Lehm und kalkhaltig sein, auf Staunässe reagiert sie negativ.

Winterling (Eranthis hyemalis)

 

Eranthis

Sie bevorzugen einen sonnigen Standort in lockerer humoser Erde die nicht zu nährstoffreich ist.

 

 

Viburnum x bodnantense 'Dawn' (Winter Schneeball)

Viburnum

Der Winterschneeball bevorzugt einen lockeren, nährstoffreichen Boden und einen windgeschützten Standort im Garten der vollsonnig ist denn bei einem zu schattigen Standort bildet er weniger Blüten aus.

 

 

 

Nahrungspflanzen April-Juli

Hummel in Rambler Rose
Blühender Borretsch
Fingerhut (Digitalis)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu den beliebtesten Nahrungspflanzen gehören

Akelei (Aquilegia vulgaris)

Bauernjasmin (Philadelphus coronarius)

Bärlauch (Allium ursinum)

Blaukissen (Aubrieta)

Borretsch (Borago officinalis)

Brennnessel (Urtica dioica)

Christrose (Helleborus)

Dill (Anethum graveolens)

Disteln (Carduus, Carthamus, Cirsium, Echinops, Onopordum, Silybum, Sonchus)

Duftnessel (Agastache)

Gänseblümchen (Bellis perennis)

Gewöhnliche Wiesenschafgarbe (Achillea millefolium)

Herbstanemone (Anemone japonica)

Echter Salbei (Salvia officinalis)

Fetthennen (Sedum)

Fingerhut (Digitalis)

Fingerstrauch (Potentilla)

Flieder (Syringa)

Gewöhnliches Seifenkraut (Saponaria officinalis)

Hamamelis (Zaubernuss) 

Holunder (Sambucus)

Hundsrose (Rosa canina) Klatschmohn (Papaver)

Klee (Trifolium)

Kornblume (Centaurea cyanus)

Kornelkirsche (Cornus mas)

Lichtnelke (Silene)

Mädesüß (Filipendula ulmaria)

Minzen (Mentha)

Mönchspfeffer (Vitum)

Nachtkerze (Oenothera biennis)

Natternkopf (Echium vulgare)

Ringelblume (Calendula officinalis)

Schlüsselblume (Primula veris)

Schmetterlingsflieder (Buddleja)

Sonnenhut (Echinacea)

Steinquendel (Calamintha nepeta)

Sternchenstrauch (Deutzia)

Sternmiere (Stellaria)

Storchschnabel (Geranium)

Thymian (Thymus)

Waldanemone (Anemone sylvestris)

Wasserdost (Eupatorium)

Weißdorn (Crataegus monogyna)

Wiesensalbei (Salvia pratensis)

Wilde Malve (Malva sylvestris)

Winterling (Eranthis hyemalis)

Winterschneeball (Viburnum x bodnantense 'Dawn')

Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Auch eine Wildblumen Mischung in Balkonkästen zieht viele Insekten an.

 

 

Meine Rambler Rose wird in der Blütezeit reichlich von allerlei Insekten besucht.
Einfach mal ein paar Brennnesseln stehen lassen.

 

Buddleja der Schmetterlingsflieder wird auch von anderen Insekten besucht.

 

Blühende Vogelkirsche
Hier wird fleissig Pollen und Nektar gesammelt.